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PLUTOS: Kein Geld ? Mach Dir Dein eigenes !

Jeder kennt das Problem: man hat viel zu bieten, das Interesse ist groß, aber irgentwie niemand Geld zu haben, um sich die benötigten Dinge kaufen zu können. Werte und Potentiale sind schier im Übermaß vorhanden, die Wirtschaft lahmt jedoch am Mangel von Zahlungsmittel. Die Probleme liegen in der Geldordnung begründet. Hier soll das PLUTOS-Projekt Abhilfe schaffen.

 

Die Krise des Geldsystems

Um die Ursachen der heutigen wirtschaftlichen Probleme, von Massenarbeitslosigkeit bis Bankenkrise, zu verstehen ist es wichtig zu wissen, daß dies alles Symptome einer viel größeren Krise der Geldordnung sind.

Der Grundstein unser Geldordnung besteh4 darin, daß (bis auf wenige Ausnahmen) fast alles Geld durch Kredite geschaffen wird. Private Geschäftsbanken schöpfen Pseudo-Geld (Sichtguthaben/Giroguthaben) durch Kreditvergabe an Kunden, die (ebebfalls praktisch private) Notenbank/Zentralbank schöpft das gesetzliche Guthaben durch Kreditvergabe an die Geschäftsbanken. Man kann also festhalten, daß unser Geld größtenteils durch Schulden entsteht, auf die Zinsen bezahlt werden müssen, und diese wiederum können wieder nur aus neuen Schulden kommen - eine Spirale ohne Ende, die nur bei dauerhaft exponentiellem Wirtschaftswachstum möglich ist.

Besonders abartig ist hier das Thema Staatsschulden: die Geschäftsbanken kaufen Staatsanleihen mit Geld, das sie erst durch den Kauf selbst schaffen. Diese Anleihen stellen für die Bank keinerlei Risiko dar, da sie dafür praktisch immer echtes Zentralbankgeld erhalten. Allerdings stecken sie Jahr für Jahr horente Zinsen ein, für nichts weiter als das Einfügen eines Buchungssatzes.

Damit ist klar, daß sich das Geld nicht nur mehr und mehr bei den Banken sammelt, sondern auch stetig entwertet wird (2007 hat sich die Geldmenge M1 um ca. 13% ausgeweitet !). Der Gesellschaft wird das Zahlungsmittel entzogen und sie gerät immer mehr in die Hände einzelner Hyperkapitalisten wie Rockefeller, Rothschildt oder JP Morgan. Es stehen uns nicht nur weitere, noch größere Wirtschaftskrisen und Kriege bevor, auch ist unsere gesamte freiheitlich-demokratische Gesellschaftsordnung essentiell bedroht.

Das PLUTOS-Projekt als Ausweg / das elektronische Kerbholz

 

Das im Hochmittelalter so erfolgreiche Zahlungsmittel war das "Kerbholz". Hier wurde die Schuld auf ein Stück Holz eingraviert, das in der Mitte durchgebrochen wurde. Eine Hälfte behielt der Schuldner, die andere nahm der Gläubiger. Durch den zufälligen Bruch entstand ein eindeutiges (damals sehr fälschungssicheres) Schulddokument, das als Zahlungsmittel zirkulierte. Harte Strafandrohungen dämmten unseriöse Schuldenaufnahme erheblich ein.

Diese Idee greift das PLUTOS-Projekt mit modernster Technologie wieder auf:

Jeder Teilnehmer kann mit gerinstem Aufwand elektronische Schuldverschreibungen ("Bonds") auf sich selbst ausstellen und sie seinen Geschäftspartnern als Zahlungsmittel anbieten, sodaß diese zirkulieren können. Die Gesamtmenge der von einerm Teilnehmer herausgebenen Bonds ist für die anderen Teilnehmer öffentlich einsehbar.

Verschiedenste Arten von Bonds sind möglich, zB. Ansprüche auf eingelegte Waren/Sachwerte, Geldschulden, zu erbringende Dienstleistungen, Lieferversprechen, Unternehmensanteile, hinterlegte Staatsobligationen, uvm. Die genauen Konditionen der Tilgung oder Auslieferung können vom Emittitenten selbst vertraglich festgelegt werden.

Alle Überweisungen passieren instantan, es gibt kein wie im Bankensystem übliches "Clearing", das die Überweisung einen oder mehrere Tage aufhält, nur damit die Banken kaum noch echtes Zentralbankgeld benutzen müssen.

Die Zinslasten werden erheblich sinken und die parasitäre Bereicherung durch reines Geldvermögen deutlich erschwert, da nur noch selten Kredite benötigt werden.

Wie kann man bei PLUTOS mitmachen ?

 

Das PLUTOS-Projekt ist ein OpenSource-Projekt der Firma metux IT service. Aller Quellcode liegt offen, jeder kann mitmachen.

Viele PLUTOS-Einheiten können unabhängig voneinander operieren oder sich gegenseitig vernetzen.

 

Ansprechpartner / Entwicklungsleitung:

Enrico Weigelt < This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it >
metux IT service - http://www.metux.de/